Auf dieser Seite finden Sie sachlich geschriebene Berichte, Zitate, weise Sprüche und Erklärungen zum Thema Spiritualität.
In K ya-sen, center of the school Shingon of the Esoteric Buddhism
Weisst du, dass die Bäume reden? Ja, sie reden. Sie
sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst. Aber die weissen Menschen hören nicht zu. Sie haben es nie der Mühe wert gefunden, uns Indianer anzuhören, und ich fürchte, sie
werden auch auf die anderen Stimmen in der Natur nicht hören. Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren: manchmal etwas über das Wetter, manchmal über Tiere, manchmal über den Grossen
Geist.
(Tatanga Mani, Stoney)
Eine Geschichte vom Frosch, dem alten Mann und dem kochenden Wasser
Es war einmal ein alter Mann, der vor seiner Hütte saß und über das Leben
nachdachte. Und während er so da saß, entdeckte er am Ufer des kleinen Sees einen Frosch. Der alte Mann packte den Frosch und nahm ihn mit in seine Hütte, wo er ihn sogleich in einen großen Topf
mit kochendem Wasser gab. Der Frosch machte einen entsetzten Sprung aus dem Topf und sprang schnell wieder aus der Hütte hinaus, noch ehe der alte Mann es bemerkte.
Wieder saß der alte Mann vor seiner Hütte, und wieder dachte er über das Leben nach. Er dachte an den Frosch, der sich sicherlich ordentlich verbrannt hatte, sich
aber beherzt der Situation entzogen hatte, um weiter leben zu können.
Da bemerkte der alte Mann wiederum einen Frosch am Ufer des Sees und der alte Mann nahm auch diesen Frosch mit in die Hütte. Da er dieses Mal keinen Topf mit
kochendem Wasser auf dem Ofen stehen hatte, setzte er den Frosch in einen Topf mit kaltem Wasser und zündete dann den Ofen an. Kurze Zeit später setzte er den Topf auf das Feuer.
Zu seinem Erstaunen stellte der alte Mann fest, dass der Frosch im Topf sitzen geblieben war und auch weiter blieb. Das Wasser wurde immer wärmer, schließlich heiß
und dann kochend, doch der Frosch blieb selbst im kochenden Wasser sitzen und machte keinerlei Anstalten der bedrohlichen Situation zu entkommen. Der alte Mann freute sich über das unerwartete
Abendmahl und dachte weiter über das Leben nach, während er genüsslich seine Froschsuppe schlürfte.
Eine Frage ließ dem alten Mann einfach keine Ruhe: Warum war der Frosch nicht irgendwann doch aus dem immer heißer werdenden Wasser gesprungen, sondern lieber
gestorben, als sich zu retten?
Der alte Mann dachte an die Menschen und er glaubte, eine gewisse Ähnlichkeit im Verhalten des Frosches und der Menschen entdeckt zu haben: Gab es nicht auch
Menschen, die in ihrem Leben nichts änderten, obwohl es ihnen immer schlechter und schlechter ging oder eine Situation immer bedrohlicher wurde? Lieber starben diese Menschen, als sich durch
einen beherzten Sprung heraus aus der Problemsituation zu retten. Oder hatte der Frosch erst viel zu spät bemerkt, wie heiß das Wasser war und er hatte dann keine Kraft mehr für die rettende
Veränderung und ergab sich so seinem Schicksal.
Verfasser unbekannt
Fazit/Frage: Wenn die Verschlechterung nicht schleichend sondern immer schlagartig käme, würden
die Menschen dann aus dem kochenden Wasser springen? Würden die Menschen dann ins Handeln kommen und etwas verändern?
Nach einer uralten überlieferten Geschichte der Tupis,
einem indigenen Volk Südamerikas.
Da saß ein Mensch ganz alleine… in tiefer
Trauer.
Und alle Tiere kamen zu ihm und sagten: „Wir wollen dich nicht so traurig sehen…
deshalb darfst du dir von uns alles wünschen, was du willst.“
Der Mensch sprach: „Ich will gute Augen haben.“
Der Adler antwortete: „Du sollst meine haben.“
Der Mensch sprach: „Ich will stark sein.“
Der Jaguar sagte: „Du sollst so stark sein wie ich.“
Da sprach der Mensch: „Ich will die Geheimnisse der Erde kennen.“
Die Schlange antwortete: „Ich zeige sie dir.“
Und so kamen alle Tiere an die Reihe.
Und als der Mensch alles hatte, was sie geben konnten, ging er fort.
Da sprach die Eule zu den anderen Tieren: „Nun weiß der Mensch so viel und kann vieles tun …
Plötzlich habe ich Angst.“
Der Hirsch sagte: „Der Mensch hat alles, was er braucht. Jetzt ist er nicht mehr traurig.“
Aber die Eule antwortete: „Nein. Ich sah eine Leere in dem Menschen… so groß wie ein Hunger,
den er nie stillen kann. Deshalb ist er traurig und will immer mehr. Er wird immer weiter nehmen und nehmen
bis die Welt eines Tages sagt: „Es gibt mich nicht mehr und ich habe nichts mehr zu geben.“
"Jemand hat mir mal gesagt,
die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen,
ich möchte viel lieber glauben,
dass die Zeit unser Gefährte ist,
der uns auf unserer Reise begleitet
und uns daran erinnert,
jedem Augenblick zu geniessen...
….was wir hinterlassen ist nicht so wichtig,
sondern die Art wie wir gelebt haben.
Denn letztlich, sind wir alle nur in einer sterblichen Hülle!"
Dagon
Nach einer griechischen Mythologie….
So manchen Erzählungen und Überlieferung der alten
Sagen, spiegelt sich immer wieder in der Gegenwart...., sie werden nur anders Erzählt...
Für seine grosse Liebe Eurydike ging Orpheus nach ihrem
Tod in die Unterwelt. Charon, der Fährmann über die Styx, liess ihn passieren und setzte ihn über. Angekommen in der Unterwelt erklang das Wehklagen des Orpheus.
So schmerzlich, bitter und doch schön klang seine Stimme und Gesang, etwas dergleichen war noch niemals
zuvor in der Unterwelt zu hören gewesen.
Alle in der Unterwelt und ja sogar Hades selbst wurde übermannt von dem bitteren Wehgesang des Orpheus.
Der Gesang des Orpheus weckte Gefühle in ihm, die er nie zuvor erfahren hatte. Also erlaubte er Orpheus seine Frau wieder ins Reich der Lebenden zu nehmen unter einer Bedingung:
Er möge sie bis zum Ausgang aus der Unterwelt nicht anschauen.
Orpheus stimmte zu und machte sich auf den Weg zum Ausgang.
Hades hatte ihm versprochen dass Eurydike ihm folgen würde.
Orpheus lauschte angestrengt auf dem Weg nach draussen.
Doch er hörte nichts... kein Keuchen, kein Atmen, keine Schritte hinter ihm, ja überhaupt schienen
sämtliche Geräusche abgestorben zu sein.
Eine absolute Stille umfasste ihn. Nur seiner eigenen Schritte war er gewahr. Langsam begann er zu
verzweifeln. Hin- und hergerissen verlangsamten sich seine Schritte. Obwohl er noch Hades Versprechen vor Augen hatte hielt er es schliesslich nicht mehr aus und drehte sich um.
Da stand sie... seine Eurydike wie ein Schatten und schaute traurig in die Leere.
Orpheus, seines Irrtums gewahr griff sodann nach seiner Geliebten.
Doch der Griff... er ging ins Leere...
Hades erschien und verwehrte ihm den Zutritt in die Unterwelt.
Am anderen Ufer der Styx sang Orpheus 7 Tage lang, er klagte und weinte doch Hades blieb
hart.
Was sagt uns diese
Mythologie....
Eine Entscheidung kann dein Leben für immer
verändern....